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Mängel und Stärken des Opel Grandland beim TÜV

Ein Blick auf die häufigsten Mängel des Opel Grandland beim TÜV. Was Autofahrer beachten sollten und welche Stärken zu schätzen sind.

Die Sonne hatte sich gerade hinter den Wolken versteckt, als ich zum TÜV fuhr – ein Termin, der mir nicht unbedingt das größte Vergnügen bereitete. Während ich wartete, fiel mein Blick auf einen frischen Opel Grandland, der neben mir parkte. Das Auto glänzte in der Sonne, und der Fahrer schien zuversichtlich. Aber man weiß ja nie, was der TÜV-Check enthüllt. Der Grandland ist, wie viele seiner Artgenossen, ein Auto, das für seine Gestaltung und seine Technik gelobt wird. Dennoch gibt es auch hier einige Aufmerksamkeiten, die man als Fahrer nicht ignorieren sollte.

Zuallererst ist das Thema Bremsen immer eine heikle Angelegenheit. Es ist erstaunlich, wie nachlässig einige Fahrer in diesem Bereich sind. Die Bremsen sind das Herz eines jeden Fahrzeugs, und beim Grandland begegnete ich der Tatsache, dass die hinteren Bremsen oft weniger Beachtung geschenkt bekommen. Ärgerlich, wenn das bei der TÜV-Prüfung auffällt. Ein kleiner Hinweis an die Besitzer: Es kann sich lohnen, die Bremsanlage vor dem TÜV noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Einheitlich in ihrer Kritik sind die Prüfer beim Thema Bremsverschleiß.

Ein weiteres Manko, das bei vielen Opel Grandland immer wieder auftritt, ist die Elektronik. Falsche Signale und unklare Fehlermeldungen sind nicht gerade selten. Man könnte fast meinen, die Elektronik genießt ihren eigenen Spielraum zum Scherzen. Oft tauchen Probleme mit dem Bordcomputer auf – und der ist bekanntermaßen ein bisschen launisch. Wenn der TÜV mit dem Computer umgeht, könnte es durchaus vorkommen, dass die Meldungen mehr Fragen aufwerfen als beantworten.

Die Hauptscheinwerfer sind ebenso ein Thema, das nicht zu vernachlässigen ist. Beim Grandland scheint es, als wären die Fahrer dazu geneigt, sie als gegeben hinzunehmen. Doch die Entscheidung, ob die Scheinwerfer richtig eingestellt sind oder ob die Glühbirnen bald den Geist aufgeben, ist mir auf den Prüfstandlinien oft begegnet. Es gibt nichts Schlimmeres, als vor dem TÜV mit dem Wissen konfrontiert zu werden, dass beim nächsten Mal die Lichter blitzen könnten – im wahrsten Sinne des Wortes.

Auf der anderen Seite gibt es beim Opel Grandland durchaus auch positive Aspekte. Der Innenraum ist erfreulich geräumig und bietet mehr als ausreichend Platz für Fahrer und Beifahrer. Der Komfort ist hoch, auch wenn man manchmal den Eindruck hat, dass die Ergonomie an einigen Stellen vielleicht etwas mehr Feinschliff benötigt hätte. Aber da der TÜV ja mehr auf technische Mängel fokussiert ist, bleibt der Innenraum dem kritischen Blick der Prüfer normalerweise verschont.

Apropos Innenraum – die Sachlage bezüglich der Ledersitze ist eine weitere erfreuliche Überraschung. Sie sind nicht nur bequem, sondern auch pflegeleicht. Wer regelmäßig im Grandland sitzt, wird sich freuen, dass diese Sitze auch die eine oder andere Pfütze überstehen. Bei den jüngeren Modellen hat Opel hier gute Arbeit geleistet, und es ist ein Vergnügen, sich in diese Sitze zu setzen, selbst wenn der TÜV auf der anderen Seite der Tür wartet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Opel Grandland durchaus seine Stärken hat, die selbst im Angesicht des TÜVs nicht verleugnet werden können. Dennoch sollte man sich der häufig auftretenden Mängel bewusst sein. Die Bremsen, die Elektronik und die Scheinwerfer sind kritische Punkte, die oft übersehen werden. Ein wenig Vorbereitung kann bewirken, dass der nächste TÜV-Besuch nicht zu einem seelischen Drama wird. Das Glanzstück vor der Tür muss schließlich auch weiterhin glänzen – und nicht nur für den Moment, sondern möglichst lange. Mit einem wachen Auge und einer gewissen Portion Humor in der Werkstatt wird aus dem Besuch eine geradezu alltägliche Routine, die nicht nur das Auto, sondern auch die Nerven schont.

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